Das Regionalplan-Desaster: Warum das politische Ruhrgebiet nicht in die Gänge kommt

Weit über fünf Millionen Menschen, verteilt auf mehr als 50 Städte: Das Ruhrgebiet ist der mit Abstand größte Ballungsraum Deutschlands, nicht ohne Grund spricht inzwischen so mancher viel lieber von der „Metropole Ruhr“. Doch eine solche Ausdehnung birgt auch Probleme: Damit die Region mit ihren fast 4.500 Quadratkilometern reibungslos funktioniert und weiter zusammenwächst, regelt der Regionalverband Ruhr (RVR) die Zusammenarbeit zwischen den Städten – und kümmert sich dabei auch um die Ausweisung von Flächen für Natur, Gewerbe und Wohnen. Seit 2011 arbeitet der RVR in diesem Kontext an einem neuen Regionalplan, im September 2020 sollte dieser endlich verabschiedet werden – doch daraus wird nichts. Woran das liegt, was die Verzögerung des Projekts für das Revier bedeutet, und warum ein solcher Plan überhaupt von so großer Bedeutung ist, darüber spricht Moderatorin Brinja Bormann in der neuen Folge von nah&direkt mit WAZ-Politik-Redakteur Michael Kohlstadt und Prof. Dr. Jörg Bogumil, Inhaber des Lehrstuhls für öffentliche Verwaltung, Stadt- und Regionalpolitik an der Ruhr-Universität Bochum.