Aufmarsch der Bürgerwehren: Wie sich der Rechtsextremismus in NRW entwickelt

Nach außen geben sie sich harmlos, wollen – vermeintlich im Dienst der Gesellschaft – für Schutz und Ordnung sorgen. Tatsächlich aber versuchen sie mit ihren „Spaziergängen“, mehr und mehr Menschen für ihre radikale Szene zu gewinnen: Die sogenannten Bürgerwehren in NRW, die sich als eine Art Ordnungskraft auf der Straße inszenieren, sind in Wirklichkeit genau das Gegenteil, sagt Rechtsextremismus-Forscher Alexander Häusler: „Das sind größtenteils vorbestrafte, teilweise wegen Gewaltdelikten verurteilte, kriminelle Aktivisten“, die vor allem eines gemein haben: ein rechtes, bisweilen neonazistisches Weltbild. In einer neuen Ausgabe von nah&direkt spricht der Sozialwissenschaftler mit Moderator Jan Reckweg und NRZ-Politik-Redakteur Jan Jessen über die Entwicklung dieser Gruppierungen, die Gefahren, die von ihnen ausgehen, und die Handhabe von Behörden und Gesellschaft.